Inhouse-Seminar: Vorbereitung und Durchführung einer Verkehrsschau 2-tägig
Theoretische Grundlagen, praktische Ortsbegehung und konkrete Maßnahmen für Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Straßenbaubehörde
Beschreibung
Zielgruppe
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden, Polizeidienststellen und Straßenbaubehörden, die mit der Vorbereitung, Durchführung, Bewertung und Umsetzung von Regelverkehrsschauen befasst sind, ist dieses Inhouse-Seminar besonders geeignet.
Das Seminar richtet sich ausdrücklich an einen interdisziplinären Teilnehmerkreis. Die gemeinsame Teilnahme von Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Straßenbaubehörde ermöglicht es, die jeweiligen fachlichen Sichtweisen zusammenzuführen und konkrete Maßnahmen bereits vor Ort gemeinsam abzustimmen.
Seminarziele
- Regelverkehrsschauen systematisch vorbereiten und organisieren
- Die theoretischen Grundlagen für die Überprüfung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen erwerben
- Verkehrszeichen innerhalb eines Straßenzugs fachlich richtig bewerten
- Erforderlichkeit, Zweckmäßigkeit, Erkennbarkeit und Verständlichkeit von Beschilderungen beurteilen
- Fehlerhafte, unklare oder widersprüchliche Beschilderungen erkennen
- Die Auswirkungen der Beschilderung auf die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer einschätzen
- Mehr Sicherheit bei der zukünftigen Aufstellung und Anordnung von Verkehrszeichen gewinnen
- Problemfelder an Knotenpunkten, Querungsstellen und Kreisverkehren erkennen
- Die Verkehrsführung für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer überprüfen
- Festgestellte Mängel und Handlungsbedarfe nachvollziehbar dokumentieren
- Gemeinsam konkrete und unmittelbar weiterverfolgbare Maßnahmen entwickeln
- Die Zusammenarbeit zwischen Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Straßenbaubehörde verbessern
Seminarinhalte
1. Tag: Theoretische Grundlagen
- Allgemeine Vorgaben zu Verkehrszeichen
- Größe von Verkehrszeichen
- Beschaffenheit von Verkehrszeichen
- Standort von Verkehrszeichen
- Kombinationsmöglichkeiten
- Kombinationsverbote
- Aufstellhöhe
- Seitenabstand
- Anbringungsarten von Verkehrszeichen
- Fahrbahnmarkierungen
- Gefahrzeichen
- Knotenpunkte
- Entscheidung über die Vorfahrt und “Vorfahrt gewähren”
- Standort und Ankündigung negativer Beschilderung
- Verkehrsberuhigter Bereich
- Richtungsbeschilderung
- Richtungspfeile
- Anfahrsicht
- Sicht auf Querungsstellen
- Sicht vor Fußgängerüberwegen und freizuhaltender Bereich an Fußgängerüberwegen
- Lichtsignalanlagen
- Beschilderung und Markierung an Kreisverkehren
- Fußgänger- und Radverkehrsführung
- Ruhender Verkehr
2. Tag: Praktische Durchführung einer Regelverkehrsschau vor Ort
- Überprüfung der von Ihnen ausgewählten Straßenzüge
- Durchführung einer Ortsbegehung beziehungsweise Befahrung
- Praktische Anwendung der theoretischen Grundlagen
- Systematische Überprüfung anhand einer seminarbegleitenden Checkliste
- Überprüfung und Bewertung vorhandener Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen
- Bewertung von Sichtbeziehungen und örtlichen Besonderheiten
- Überprüfung von Knotenpunkten, Querungsstellen und Fußgängerüberwegen
- Betrachtung der Fußgänger- und Radverkehrsführung
- Überprüfung von Regelungen zum ruhenden Verkehr
- Erkennen von Unklarheiten, Mängeln und möglichen Gefahrenstellen
- Gemeinsame Diskussion der festgestellten Problemstellungen
- Entwicklung konkreter Verbesserungs- und Änderungsmaßnahmen
- Abstimmung der weiteren Zuständigkeiten und Arbeitsschritte
- Dokumentation der Ergebnisse und Maßnahmen
Methodik
- Vermittlung der theoretischen Grundlagen
- Praxisbezogene Erläuterung der einzelnen Seminarinhalte
- Darstellung typischer Problemstellungen anhand von Praxisbeispielen
- Gemeinsame Diskussion konkreter Beschilderungs- und Verkehrssituationen
- Arbeiten mit einer Checkliste für Regelverkehrsschauen
- Praktische Ortsbegehung beziehungsweise Befahrung der vom Auftraggeber ausgewählten Straßenzüge
- Gemeinsame Bewertung der örtlichen Verkehrssituation
- Interdisziplinärer Erfahrungsaustausch
- Entwicklung konkreter Maßnahmen direkt vor Ort
Die Besonderheit des Inhouse-Seminars besteht darin, dass die theoretischen Grundlagen nicht isoliert vermittelt werden. Sie werden am zweiten Tag unmittelbar auf konkrete örtliche Situationen übertragen und gemeinsam praktisch angewendet.
Hinweis
Das Seminar wird individuell auf die örtlichen Gegebenheiten und die konkreten Fragestellungen der jeweiligen Behörde zugeschnitten.
Die für den zweiten Seminartag zu überprüfenden Straßenzüge werden durch Sie ausgewählt und dem Veranstalter im Vorfeld mitgeteilt. Dadurch kann die praktische Regelverkehrsschau gezielt vorbereitet und auf die tatsächlichen Anforderungen vor Ort ausgerichtet werden.
Es sollten mehrere geeignete Straßenzüge ausgewählt werden, in denen unterschiedliche Beschilderungs- und Verkehrssituationen überprüft werden können.
Besondere Problemstellungen können dem Veranstalter ebenfalls im Vorfeld mitgeteilt werden. Diese können dann bei der Vorbereitung und Durchführung des Inhouse-Seminars berücksichtigt werden.
Die Teilnehmenden erhalten eine Checkliste, die auch nach dem Seminar für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung weiterer Regelverkehrsschauen verwendet werden kann.
Dauer
- Tag: 9.00 Uhr – 16.30 Uhr
- Tag: 9.00 Uhr – 16.30 Uhr
Das Seminar wird mit 16 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten bestätigt.
Inbegriffen
- Seminarbegleiter
- Checkliste für die Durchführung einer Regelverkehrsschau
- Teilnahmebescheinigung
Weitere Informationen
- Unsere Referenzen
Für ein individuelles Angebot können Sie gerne unser Kontaktformular verwenden oder uns eine E-Mail an info@stvo2go.de übersenden.
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Über den Referenten

Mit über 10 Jahren Berufserfahrung als Straßenverkehrsbehörde eines Landkreises hat Markus sein Wissen im Bereich Straßenverkehrsrecht stetig vertieft.
Er hat einen Abschluss als Bachelor of Arts “Public Management”, schreibt für Fachzeitschriften und hält Vorträge an Verwaltungsschulen zu Fragen im Bereich Straßenverkehrsrecht. Er ist derzeit als Referent bei der Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz, beim Walhalla und Praetoria Verlag GmbH & Co. KG, bei der i.n.s. – Innovative Städte GmbH & Co. KG und beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg zu Fragen im Bereich Straßenverkehrsrecht tätig.
Seit Januar 2025 ist Markus Zertifizierter Referent für Arbeitsstellensicherung nach dem Merkblatt über Rahmenbedingungen für erforderliche Fachkenntnisse zur Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen (MVAS 1999) des Industrieverbandes Straßenausstattung e.V. (IVSt).



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